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Weniger negative Preisstunden im Sommer 2026

· Wattvestor Redaktion

Bis Mitte September 2026 gab es 446 Stunden mit negativen Strompreisen, rund 11 Prozent weniger als im Vorjahr.

Hochspannungsmast im Gegenlicht bei Sonnenuntergang
Bild: Symbolbild. Foto: Mahmoud Yahyaoui / Pexels, Pexels-Lizenz (https://www.pexels.com/photo/electricity-pylons-transmission-lines-at-sunset-28438451/)

Im Interview mit pv magazine erklärt Leonhard Gandhi von Energy-Charts am Fraunhofer ISE, warum die Strompreise am Abend immer häufiger stark steigen. Das Interview erschien am 16. September 2026.

Was ist passiert

Die Day-ahead-Preise sind laut Gandhi im Sommer deutlich gestiegen. Wichtigster Treiber ist der Gaspreis: Der europäische Referenzpreis TTF stieg nach der erneuten Eskalation um die Straße von Hormus auf rund 80 Euro je MWh. Gaskraftwerke setzen am Abend fast immer den Preis. Dazu kamen der saisonale Rückgang der Solarerzeugung, windarme Tage und niedrige Flusspegel. Die Spitzen am Abend fallen in die Zeit, in der rund 40 GW Solarleistung innerhalb weniger Stunden wegfallen, die Last noch bei 50 bis 58 GW liegt.

Die Zahlen aus der Quelle

  • Monatsmittel Day-ahead: Juli 105, August 127, erste Septemberhälfte 150 Euro je MWh (September 2025: 84)
  • August 2026: 11 bis 14 Uhr im Mittel 42 Euro je MWh, 18 bis 21 Uhr 189 Euro je MWh (August 2025: 19 und 125)
  • Spread Mittag zu Abend damit von rund 106 auf 147 Euro je MWh gewachsen
  • Spitzen: 747 Euro je MWh am 24. Juni, 740 Euro je MWh am 14. September
  • Gasspeicher in Deutschland bei rund 56 Prozent, Grenzkosten Gaskraftwerk rund 200 Euro je MWh

Was bedeutet das für PV-Investoren

  • Der Mittagspreis bleibt niedrig, obwohl die Durchschnittspreise steigen. Solarstrom ohne Speicher profitiert davon nur begrenzt.
  • Der wachsende Spread erhöht den Wert von Speichern, die Solarstrom vom Mittag in den Abend verschieben. Für Co-Location-Projekte verbessert das die Wirtschaftlichkeit.
  • Hohe Gaspreise sind ein Risiko, das sich schnell umkehren kann. Rechnen Sie Speichererlöse auch mit niedrigeren Spreads.

Einordnung

Das Interview erklärt, warum hohe Durchschnittspreise und niedrige Solarmarktwerte gleichzeitig auftreten. Für Investoren ist die Form der Preiskurve über den Tag wichtiger als der Monatsdurchschnitt.

Mehr dazu: Batteriespeicher im PV-Park, Marktwert Solar, Negative Strompreise und § 51 EEG.

Quelle: pv magazine Deutschland, Veröffentlichung vom 16.09.2026

Bild: Symbolbild, zeigt nicht das im Beitrag genannte Projekt. Hochspannungsmast im Gegenlicht bei Sonnenuntergang. Foto: Mahmoud Yahyaoui / Pexels, Pexels-Lizenz.

Dieser Beitrag dient der Information und ist keine Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung.

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