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Freiflächenausschreibung Juli 2026: Schnitt sinkt auf 4,79 Cent

· Wattvestor Redaktion

Freiflächenausschreibung zum 1. Juli 2026: 261 Zuschläge, 2.135 MW, mengengewichteter Zuschlagswert 4,79 ct/kWh.

Solarmodule auf einer Freifläche unter blauem Himmel
Bild: Symbolbild. Foto: Quang Nguyen Vinh / Pexels, Pexels-Lizenz (https://www.pexels.com/photo/solar-panels-on-field-and-blue-sky-6876537/)

Die Ausschreibung für PV-Freiflächenanlagen zum Gebotstermin 1. Juli 2026 war erneut überzeichnet. Die Bundesnetzagentur veröffentlichte die Zuschläge am 18. August 2026. Der durchschnittliche Zuschlagswert sank leicht auf 4,79 ct/kWh.

Was ist passiert

Die Runde betraf Freiflächenanlagen und Solaranlagen auf baulichen Anlagen, die weder Gebäude noch Lärmschutzwände sind. Es gingen deutlich mehr Gebote ein als Menge ausgeschrieben war. Die Bundesnetzagentur schloss 48 Gebote aus, 261 Gebote erhielten einen Zuschlag. Präsident Klaus Müller sagte, die Zuschlagswerte seien im Vergleich zur Vorrunde leicht gefallen. Die nächste Runde findet am 1. Dezember 2026 statt.

Die Zahlen aus der Quelle

  • Ausschreibungsmenge 2.135 MW, 401 Gebote mit 3.170 MW
  • 261 Zuschläge, 48 Gebote ausgeschlossen
  • Zuschlagswerte von 4,38 bis 4,97 ct/kWh
  • Mengengewichteter Durchschnitt 4,79 ct/kWh (Vorrunde 4,94 ct/kWh)
  • Meiste Zuschläge: Bayern 429 MW, Baden-Württemberg 266 MW, Rheinland-Pfalz 239 MW, Nordrhein-Westfalen 233 MW, Niedersachsen 225 MW

Was bedeutet das für PV-Investoren

  • Bei 4,79 ct/kWh sind die Margen eng. Baukosten, Pacht, Netzanschluss und Finanzierung müssen genau passen.
  • Der Zuschlagswert ist der anzulegende Wert für die Marktprämie. Steigt der Marktwert Solar darüber, bringt die Prämie nichts, die Erlöse kommen dann aus dem Markt.
  • Wer ein bezuschlagtes Projekt kauft, sollte prüfen, ob die Kalkulation zum Zeitpunkt des Gebots noch zu heutigen Modul- und Zinskosten passt.

Einordnung

Die Überzeichnung zeigt, dass es genug baureife Projekte gibt. Der Wettbewerb drückt die Werte. Wie sich EEG-Novelle, Netzpaket und neue Netzentgelte auf künftige Runden auswirken, ist offen. Eine Studie von Prognos für den BDEW erwartet höhere Kosten für Freiflächenanlagen.

Mehr dazu: EEG-Ausschreibungen für Solar, Flächenkulisse für Freiflächen, Kaufpreis je kWp.

Quelle: Bundesnetzagentur, Veröffentlichung vom 18.08.2026

Bild: Symbolbild, zeigt nicht das im Beitrag genannte Projekt. Solarmodule auf einer Freifläche unter blauem Himmel. Foto: Quang Nguyen Vinh / Pexels, Pexels-Lizenz.

Dieser Beitrag dient der Information und ist keine Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung.

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