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EWI-Studie: Kostenoptimierter Ausbau setzt auf Freiflächen-PV und Wind an Land

· Wattvestor Redaktion

Ein kostenoptimierter Ausbau könnte laut EWI bis 2045 rund 70 Mrd. Euro sparen. Im Modell schneiden Freiflächenanlagen günstiger ab als Dachanlagen.

Solarmodule auf einer Freifläche unter blauem Himmel
Bild: Symbolbild. Foto: Quang Nguyen Vinh / Pexels, Pexels-Lizenz (https://www.pexels.com/photo/solar-panels-on-field-and-blue-sky-6876537/)

Das Energiewirtschaftliche Institut an der Universität zu Köln (EWI) hat im Auftrag des Landesverbands Erneuerbare Energien NRW drei Ausbaupfade bis 2045 verglichen. pv magazine berichtete am 17. August 2026.

Was ist passiert

Gegenüber einem Referenzpfad nach den heutigen Ausbauplänen spart das kostenoptimierte Szenario bis 2045 rund 70 Mrd. Euro. Kurzfristig kann ein geringerer Zubau Kosten sparen, weil die Stromnachfrage 2030 langsamer steigen soll. Langfristig ist ein umfangreicher Ausbau mit Schwerpunkt Freiflächen-PV und Wind an Land laut Gutachten am günstigsten. Ein dauerhaft reduzierter Ausbau führe zu mehr Importen und höheren variablen Kosten. Als weitere Hebel nennt das EWI die Begrenzung von Einspeisespitzen, die Überbauung von Netzanschlüssen und die gemeinsame Nutzung von Anschlüssen.

Die Zahlen aus der Quelle

  • Einsparung im kostenoptimierten Szenario bis 2045: rund 70 Mrd. Euro
  • Netzentwicklungsplan 2045: rund 400 GW PV, davon 55 Prozent Dach und 45 Prozent Freifläche
  • Im EWI-Modell verschiebt sich der kostenoptimale Mix in Richtung Freifläche

Was bedeutet das für PV-Investoren

  • Im Modell schneiden Freiflächenanlagen wegen niedriger angenommener Fixkosten günstiger ab. Die Ausschreibungsmengen legt allerdings das EEG fest, die Studie ändert daran unmittelbar nichts.
  • Überbauung und gemeinsame Netzanschlüsse bewertet das EWI als systemdienlich und empfiehlt, solche Konfigurationen über das EEG anzureizen. Ob das geschieht, ist offen.
  • Die Autoren weisen selbst auf Grenzen hin: Verteilnetzkosten werden zwischen Dach und Freifläche nicht unterschieden, obwohl Freiflächenanlagen das Verteilnetz in der Praxis wohl stärker belasten. Flächenkosten fehlen.

Einordnung

Das Gutachten wurde von einem Branchenverband beauftragt. Der LEE NRW leitet daraus Kritik am Netzpaket ab, weil Risiken zu stark bei den Betreibern lägen. Die Aussage zum Verhältnis von Dach und Freifläche gilt laut Autoren daher nur mit Vorbehalt.

Mehr dazu: Freifläche oder Dach, Netzanschluss bei PV-Parks.

Quelle: pv magazine Deutschland, Veröffentlichung vom 17.08.2026

Bild: Symbolbild, zeigt nicht das im Beitrag genannte Projekt. Solarmodule auf einer Freifläche unter blauem Himmel. Foto: Quang Nguyen Vinh / Pexels, Pexels-Lizenz.

Dieser Beitrag dient der Information und ist keine Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung.

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