Beispieldaten. Diese Vorschau zeigt erfundene Angebote und Kennzahlen. Das Anbieter-Directory enthält vorläufige Scores. Vorschau mit erfundenen Angeboten.
Wattvestor

News und Marktmeldungen · Bericht

Dachausschreibung Juni 2026: 209 MW Zuschläge, Schnitt 9,72 Cent

· Wattvestor Redaktion

Ergebnisse der Dachausschreibung zum 1. Juni 2026: 108 Zuschläge, 209 MW, Zuschlagswerte 8,40 bis 10,00 ct/kWh, Runde erneut unterzeichnet.

Wohnhaus mit Solarmodulen auf dem Dach
Bild: Symbolbild. Foto: Stefan de Vries / Pexels, Pexels-Lizenz (https://www.pexels.com/photo/modern-home-with-rooftop-solar-panels-29206495/)

Die Bundesnetzagentur hat am 16. Juli 2026 die Ergebnisse der Ausschreibung für Solaranlagen auf Gebäuden und Lärmschutzwänden zum Gebotstermin 1. Juni 2026 veröffentlicht. Die Runde war erneut unterzeichnet, obwohl deutlich mehr Gebote eingingen als im Februar.

Was ist passiert

Ausgeschrieben waren 296 MW. Eingereicht wurden 125 Gebote mit zusammen 238 MW. Die Bundesnetzagentur schloss 17 Gebote aus. Alle 108 zugelassenen Gebote mit 209 MW erhielten einen Zuschlag. Weil weniger Menge geboten wurde als ausgeschrieben war, kamen alle zulässigen Gebote zum Zug. Die nächste Runde für Dachanlagen fand am 1. Oktober 2026 statt.

Die Zahlen aus der Quelle

  • Ausschreibungsmenge 296 MW, Gebotsmenge 238 MW (Vorrunde Februar 2026: 177 MW)
  • Zuschläge: 108 Gebote mit 209 MW, 17 Gebote ausgeschlossen
  • Zuschlagswerte von 8,40 bis 10 ct/kWh
  • Mengengewichteter Durchschnitt 9,72 ct/kWh (Vorrunde 9,56 ct/kWh)
  • Meiste Zuschläge: Nordrhein-Westfalen 49 MW, Niedersachsen 36 MW, Baden-Württemberg 22 MW, Bayern 21 MW, Hessen 20 MW

Was bedeutet das für PV-Investoren

  • Der Durchschnittswert lag nur knapp unter dem Höchstwert. Bei unterzeichneten Runden gibt es kaum Preisdruck durch Wettbewerb. Für Investoren in große Dachanlagen bedeutet das vergleichsweise hohe Zuschlagswerte.
  • Für Dachanlagen mit Zuschlag lohnt der Vergleich mit Freiflächen: In der Freiflächenrunde zum 1. Juli lag der Durchschnitt laut Bundesnetzagentur (Veröffentlichung vom 18. August) bei 4,79 ct/kWh. Höhere Werte auf dem Dach gleichen höhere Baukosten aus, sie sind kein Renditeversprechen.
  • Wer ein Dachprojekt mit Zuschlag kauft, sollte den bezuschlagten Wert, die Realisierungsfrist und den Gebotstermin im Exposé prüfen.

Einordnung

Die Gebotsmenge ist von 177 auf 238 MW gestiegen. Das Segment bleibt dennoch klein und unterzeichnet. Mit der geplanten EEG-Novelle können sich die Regeln für Dachanlagen ändern. Prüfen Sie deshalb, nach welchem Recht ein Projekt bezuschlagt wurde.

Mehr dazu: EEG-Ausschreibungen für Solar, Einspeisevergütung für Dachanlagen, EEG 2027: Was sich ändern soll.

Quelle: Bundesnetzagentur, Veröffentlichung vom 16.07.2026

Bild: Symbolbild, zeigt nicht das im Beitrag genannte Projekt. Wohnhaus mit Solarmodulen auf dem Dach. Foto: Stefan de Vries / Pexels, Pexels-Lizenz.

Dieser Beitrag dient der Information und ist keine Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung.

Alle News ansehen