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Photovoltaik erreicht im ersten Halbjahr 2026 Rekord bei der Netzeinspeisung
· Wattvestor Redaktion
PV speiste im ersten Halbjahr 2026 mit 43,2 TWh so viel Strom ins öffentliche Netz wie nie zuvor. Die Speicherkapazität stieg auf 29,6 GWh.

Das Fraunhofer ISE hat am 1. Juli 2026 seine Auswertung der öffentlichen Nettostromerzeugung im ersten Halbjahr 2026 veröffentlicht. Photovoltaik erreichte mit 43,2 TWh einen neuen Rekord.
Was ist passiert
Der Anteil erneuerbarer Energien an der öffentlichen Nettostromerzeugung lag bei 61,8 Prozent. Laut Fraunhofer ISE führte die starke Erzeugung zu vielen Stunden mit Börsenpreisen nahe null, weil immer mehr Anlagen in der Direktvermarktung bei negativen Preisen keine Förderung erhalten und abregeln. Die Speicherkapazität wuchs deutlich, es bleibe aber eine Speicherlücke. Nach einer Analyse von Agora Energiewende und Fraunhofer ISE könnten die diskutierten EEG-Änderungen kleinere Dachanlagen wirtschaftlich schlechter stellen.
Die Zahlen aus der Quelle
- PV-Netzeinspeisung 43,2 TWh, plus 10 Prozent zum ersten Halbjahr 2025 (39,3 TWh)
- Erneuerbare an der Last 58,5 Prozent (Vorjahr 55 Prozent)
- Speicherkapazität von 25,4 auf 29,6 GWh
- PV-Zubau: 2,1 GWp Gebäude bis 30 kWp, 1,1 GWp Gebäude bis 1.000 kWp, 3,6 GWp Freifläche
- Installierte Modulleistung von 117,9 auf 124,8 GWp, Wechselrichterleistung von 107,7 auf 113,8 GW
Was bedeutet das für PV-Investoren
- Freiflächenanlagen trugen mit 3,6 GWp am stärksten zum Zubau bei. Das Segment wächst schneller als kleine Dachanlagen.
- Viele Stunden mit Preisen um null zeigen: Anlagen ohne Speicher verlieren in Spitzenzeiten an Erlös. Speicher können das ausgleichen.
- Für kleine Dachanlagen warnen Agora Energiewende und Fraunhofer ISE vor schlechterer Wirtschaftlichkeit, falls die EEG-Novelle so kommt.
Einordnung
Die Auswertung zählt die Einspeisung ins öffentliche Netz, ohne Eigenverbrauch. Sie zeigt, wie stark Solarstrom den Börsenpreis in sonnigen Stunden bestimmt. Für Investoren ist das ein Hinweis auf sinkende Marktwerte zur Mittagszeit und steigenden Bedarf an Flexibilität.
Mehr dazu: Marktwert Solar, Batteriespeicher im PV-Park.
Quelle: Fraunhofer ISE, Veröffentlichung vom 01.07.2026
Bild: Symbolbild, zeigt nicht das im Beitrag genannte Projekt. Solarmodule auf einem Feld unter bewölktem Himmel. Foto: Mark Stebnicki / Pexels, Pexels-Lizenz.
Dieser Beitrag dient der Information und ist keine Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung.